Tafelbilder und Texte

Während der in sechs Kapitel gegliederten Performance versuche ich Begriffe, die mir spontan in den Sinn kommen, miteinander in Verbindung zu setzen, unmögliche Bezüge herzustellen und fragwürdige Aufgaben zu lösen. Dabei wird ständig ergänzt, korrigiert oder ganz weggewischt. Aus der Darstellung eines Zusammenhangs entstehen neue Tafelbilder.

Die Aufzeichnung der Performance wird passgenau auf dieselbe weiße Magnettafel projiziert, an der die Performance durchgeführt wurde. Durch die Darstellung in Schwarz-Weiß sowie die Erhöhung des Kontrasts werden Schrift, Zeichnungen und die sich im schwarz-weißen Shirt bewegende Figur in eine formale Einheit gebracht. Während mein Auftreten größte Ernsthaftigkeit und höchstes Engagement suggeriert, kippt die Untersuchung ins Absurde. Ich verliere mich in einem immer komplexer werdenden Netz aus Pfeilen, Ketten und Kreisen. Streng am Text orientiert begonnene Kapitel enden mit dadaistisch lautmalerischen Buchstabenreihen. Ohne Schüler, ohne Publikum, ohne Ziel, gerät das Projekt aus den Fugen.